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14. Dez.
/ Deutschland
„Auch auf dem Land kommt man wech“: Startschuss für das neue elbMOBIL
(Marschacht, 14. Dezember, 2020) Angebot zur Stärkung des ÖPNV gestartet • Fünf elbMOBIL-Shuttles verbinden ab sofort die Elbmarsch mit Winsen • Deutsche Bahn-Tochter ioki macht individuell per App buchbaren Bedarfsverkehr möglich
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Die Bürgerinnen und Bürger in der Samtgemeinde Elbmarsch und in Winsen können sich über ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk freuen. Seit gestern kommt der Öffentliche Personennahverkehr fast bis an die eigene Haustür: Der neue App-basierte On-Demand-Shuttleservice elbMOBIL ermöglicht es Elbmarschern und Winsenern, ab sofort komfortabel, flexibel und preiswert zwischen beiden Kommunen zu pendeln. Finanziert wird das elbMOBIL im Rahmen des vom BMVI geförderten Projekts „Reallabor Hamburg“ mit einer Summe von rund 1,5 Millionen Euro.

„Das elbMOBIL ist ein öffentliches Nahverkehrs-Angebot, von dem die Bürgerinnen und Bürger ein ganzes Jahr profitieren und das sie für ihre individuelle Lebensgestaltung nutzen können“, freut sich Landrat Rainer Rempe.

„In einem Forschungsprojekt im Rahmen des Reallabors Hamburg erproben wir mit dem neuen On-Demand-Verkehr die Mobilität der Zukunft für den ländlichen Raum“, so Landrat Rempe. „Ich freue mich, dass die Samtgemeinde Elbmarsch und die Winsener Elbmarsch hierfür als Testregion dient. Durch dieses zeitgemäße und innovative Projekt, das von der Technischen Universität Hamburg-Harburg ausgewertet wird, erhoffen wir uns wertvolle Erkenntnisse darüber, wie wir den Öffentlichen Personennahverkehr in den kommenden Jahren und Jahrzehnten um eine klimaschonende, flexible und für die Fahrgäste auch kostengünstige Mobilitätsalternative ergänzen können.“

On-Demand-Plattform von ioki

Technisch wird der neue Shuttle-Service von der DB-Tochter ioki realisiert: Über die On-Demand-Plattform von ioki können sämtliche notwendigen Prozesse gebündelt ablaufen und die Interessen und Bedürfnisse von Betreiber, Fahrgast sowie Fahrer gleichermaßen in drei Einzelanwendungen bedient werden.

Im Rahmen der Initiative RealLabHH hat ioki außerdem im Vorfeld eine umfassende Mobilitätsanalyse durchgeführt, bei der die Winsener Elbmarsch bzw. die Samtgemeinde Elbmarsch als ländliche Testregion identifiziert wurde. Hier verkehren derzeit nur wenige

Buslinien, die im Wesentlichen auf den Schülerverkehr ausgerichtet sind. Zudem gibt es in Elbmarsch seit Ende 2018 kein Anruf-Sammeltaxi mehr. Die Stadt Winsen ist als Ziel- oder Startort in den elbMOBIL-Verkehr eingebunden, so können Bürgerinnen und Bürger aus Winsen das neue Shuttleangebot für ein Ziel in der Elbmarsch buchen.

Der Service im Überblick

Die von der KVG betriebene Flotte besteht aus fünf barrierefreien Sprintern, von denen einer zukünftig durch ein Elektrofahrzeug ersetzt werden soll. Seit dem 13. Dezember kann das elbMOBIL über die von ioki entwickelten Smartphone-App gebucht werden. Durch Eingabe von Start- und Zielort erhält der Kunde sowohl die Abfahrts- und Ankunftszeiten des Shuttles als auch eine Echtzeit Verfolgung des gebuchten Fahrzeugs. Um den Service für Alle zugänglich zu machen, kann auch per Telefon eine Fahrt bestellt werden.

Ein Ziel des Angebots ist es, den bestehenden ÖPNV zu stärken und zu ergänzen. Um dies sicherzustellen bestimmt die App entweder für den Start- oder den Zielpunkt der Route eine Haltestelle, abhängig davon welcher der beiden Punkte näher an einer bestehenden Bushaltestelle des HVV liegt.

Fahrgäste, die zur gleichen Zeit einen ähnlichen Weg zurücklegen möchten, werden gemeinsam mit einem Shuttle befördert, was zu kleineren Umwegen führen kann. Durch das Ridepooling wird eine optimale Auslastung ermöglicht und die Straßen und die Umwelt entlastet.

Wenn der Fahrgast bereits eine HVV-Zeitkarte oder einen Einzelfahrschein besitzt, wird lediglich ein Komfortzuschlag von einem Euro fällig. Bezahlt werden kann schnell und einfach über die elbMOBIL-App oder direkt beim Fahrer. Das elbMOBIL ist zum Projekt-Start auf die Corona-Pandemie eingestellt: Eine Trennvorrichtung teilt Fahrer- und Fahrgastraum, durch das mögliche bargeldlose Zahlen kann ein direkter Kontakt vermieden werden und die Fahrzeuge werden regelmäßig gereinigt und desinfiziert. Außerdem sind die Passagiere verpflichtet, während der Fahrt einen Mund-Nase-Schutz zu tragen. Bei Krankheitssymptomen gilt die dringende Bitte sich solidarisch zu verhalten und den Service nicht zu buchen.

Partner für die Umsetzung des Projekts im Landkreis Harburg sind die Süderelbe AG (Projektkoordination und –kommunikation), die KVG Stade (Betrieb des Shuttle Verkehrs), die ioki GmbH (Mobilitätsanalyse und Bereitstellung der On-Demand Plattform), die TU Hamburg-Harburg (wissenschaftliche Auswertung), der Landkreis Harburg mit der VNO Stade (Planung und Einführung des Shuttle Verkehrs) und die Samtgemeinde Elbmarsch.

Mehr Informationen unter: https://www.landkreis-harburg.de/portal/meldungen/-auch-auf-dem-land-kommt-man-wech-start[…]das-neue-elbmobil–901006080-20100.html?rubrik=901000088

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