/ Reading: 2 min.

26. Jul.
/ Germany
It’s all about that database – mit der Mobilithek sind alle Mobilitätsdaten an einem Ort
Gute Nachrichten für alle Beteiligten im Kosmos Mobilität: Seit dem 1. Juli 2022 heißt es eine für alle: Eine Plattform zum Austausch aller relevanter Mobilitätsdaten. Möglich macht das die Mobilithek. Dieser neue zentrale, einheitliche und benutzerfreundliche Zugang des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) löst die bisherigen Plattformen „Mobilitäts Daten Marktplatz“ und „mCLOUD“ ab.

Daten sind Grundlage und Rohstoff für moderne und digitale Mobilität. Schon seit 2009 sind Mobilitätsanbieter, Infrastrukturbetreiber und Verkehrsbehörden sowie Informationsanbieter verpflichtet, digitale Informationen zu ihren Mobilitätsangeboten zur Verfügung zu stellen. Das betrifft statische und dynamische Daten (sog. Echtzeitdaten) des Straßenverkehrs, des Linienverkehrs des Öffentlichen Verkehrs, aber auch nachfrageorientierte Verkehrsangebote wie On-Demand-Verkehre und Sharing-Services.

Die Daten helfen, Verkehrsströme gezielter zu steuern, geben einen detaillierten Einblick in den Zustand der Infrastruktur und die Auslastung von Fahrzeugen. Zusätzlich sind sie Grundlage für innovative Apps und Services, die eine multimodale Planung und Nutzung von mehreren Verkehrsmitteln vorantreiben. Das so entstehende Mobilitätsdatenökosystem ist wichtiger Bestandteil für eine nachhaltige und bedarfsorientierte Verkehrswende. Der Mobilitätsdatenaustausch beschränkt sich nicht nur auf die nationale Ebene, sondern soll laut BMDV in Zukunft eine grenzüberschreitende EU-weite Versorgung multimodaler Reiseinformationen ermöglichen. Auf Basis der europäischen Sicherheits- und Datenschutzstandards entsteht eine sichere cloud-basierte Infrastruktur in öffentlicher Hand. Dazu werden die Daten per Open Data für alle öffentlich zur Verfügung gestellt und sind frei nachnutzbar.

Grundlage für nahtlose und intermodale Mobilität

Nach Angaben des BMVD ist die Mobilithek selbst kein Auskunftssystem für Reisende und Verkehrsteilnehmende – sie schafft vielmehr die Grundlage, dass solche Informationsdienste künftig geschaffen werden können. Die gemeinsam genutzten Daten in digitalen Apps und Services sollen dabei helfen, die Mobilitätswende

  • nachhaltig
  • effizient
  • inklusiv und barrierefrei umzusetzen.

Mit der Mobilithek können jetzt und in Zukunft intelligente Infrastrukturen und Verkehrsmittel in Echtzeit Verkehrsdaten bereitstellen. Eine wichtige Grundlage für flexible und intermodale Verkehrsplanung und der Verknüpfung unterschiedlichster Mobilitätsangebote.

Neuester Artikel

Autonome Busse in Bad Birnbach – oder warum im ländlichen Raum die Zukunft des ÖPNV liegt

Autonome Busse in Bad Birnbach – oder warum im ländlichen Raum die Zukunft des ÖPNV liegt

Wer an die Zukunft der Mobilität denkt, der sieht vor seinem inneren Auge junge Menschen in futuristischen Robotaxis durch Wolkenkratzerschluchten rasen. In der Realität fahren die meisten autonomen Projekte nicht mit schnittigen Robotaxis in deutschen Metropolen. Stattdessen bewegen sich behäbig aussehende Kleinbusse, sog. People Mover, in kleineren Städten und im ländlichen Raum durch schmale Gassen und über Marktplätze. So zum Beispiel in Bad Birnbach. Der kleine Ort im niederbayerischen Bäderdreieck, der eigentlich für sein Thermalbad bekannt ist, lockt seit 2017 nicht nur Wellnessgäste an, sondern auch Fans und Expertinnen neuer Mobilität. Der Grund dafür ist ein kleines, kastenartiges Gefährt mit einer Spitzengeschwindigkeit von nur 15 km/h: es handelt sich um den ersten autonomen Linienbus Deutschlands!

Verwandte Artikel

Autonome Busse in Bad Birnbach – oder warum im ländlichen Raum die Zukunft des ÖPNV liegt

Autonome Busse in Bad Birnbach – oder warum im ländlichen Raum die Zukunft des ÖPNV liegt

Wer an die Zukunft der Mobilität denkt, der sieht vor seinem inneren Auge junge Menschen in futuristischen Robotaxis durch Wolkenkratzerschluchten rasen. In der Realität fahren die meisten autonomen Projekte nicht mit schnittigen Robotaxis in deutschen Metropolen. Stattdessen bewegen sich behäbig aussehende Kleinbusse, sog. People Mover, in kleineren Städten und im ländlichen Raum durch schmale Gassen und über Marktplätze. So zum Beispiel in Bad Birnbach. Der kleine Ort im niederbayerischen Bäderdreieck, der eigentlich für sein Thermalbad bekannt ist, lockt seit 2017 nicht nur Wellnessgäste an, sondern auch Fans und Expertinnen neuer Mobilität. Der Grund dafür ist ein kleines, kastenartiges Gefährt mit einer Spitzengeschwindigkeit von nur 15 km/h: es handelt sich um den ersten autonomen Linienbus Deutschlands!

Mobilitätsdatenverordnung

Mobilitätsdatenverordnung

Im vergangenen September gab es den Startschuss für die großflächige Nutzung von Mobilitätsdaten in der Verkehrsplanung. Der Bundesrat hat sich auf ein in Kraft treten der Deutschen Mobilitätsdatenverordnung geeinigt. Durch die neue Verordnung ist es möglich, deutschlandweite Mobilitätsdaten auf dem s.g. Mobilitäts Daten Marktplatz (MDM), zur Verfügung zu stellen und diese dort abzurufen. Für Unternehmen aus dem Mobilitätssektor bedeutet die neue Verordnung den Zugang zu Datensätzen, die weit über den einfachen Aushangfahrplan hinausgehen. Endkunden profitieren von neuen, datengetriebenen Mobilitätskonzepten, die passgenau auf die tatsächlichen Mobilitätsbedürfnisse zugeschnitten sind.