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29. Apr.
/ Germany
NACHGEFRAGT bei Hanna Kops
Hanna Kops ist Head of Experience bei Transport for London. Sie leitet das digitale Designteam, das für die Erlebnisstrategie, die Innovation und das Design über alle digitalen Kanäle für eines der größten Verkehrssysteme in den UK verantwortlich ist.

Es gibt viele faszinierende Aspekte zum Thema Mobilität. Aber was fasziniert dich persönlich daran, mit deinem Designteam die Mobilitätswende voranzutreiben?

Ich bin fasziniert davon, wie digitale Produkte die Erfahrung des Reisens selbst beeinflussen können. Wie Entscheidungen in Sekundenbruchteilen getroffen werden können, wenn Live-Informationen zur richtigen Zeit und am richtigen Ort verfügbar sind. Die Rückkopplungsschleife zwischen der Art und Weise, wie die Menschen mit uns interagieren und der Art und Weise, wie wir Mobilität dadurch gestalten können, ist faszinierend. Wir lernen so viel, wenn wir uns einfach nur ansehen, wie TfL Go zur Reiseplanung genutzt wird – wie ein typischer Tag und eine typische Woche in verschiedenen Gegenden Londons aussehen, wie die Jahreszeiten dabei eine Rolle spielen und wie Ereignisse alles verändern. Die Möglichkeiten sind endlos und wir werden in der Lage sein, die Entscheidungen der Kunden für eine nachhaltigere Reise mit dem richtigen Mix von Verkehrsträgern immer mehr zu verfeinern.

Welche Veränderungen oder Entwicklungen hast du während deiner Zeit bei TfL in Bezug auf den Verkehrssektor in den letzten Jahren gesehen?

Im Laufe der Jahre hat es viele interessante Entwicklungen gegeben. Besonders faszinierend finde ich die Auswirkungen der digitalen Dienste auf das Reisen und die Möglichkeiten, die sich durch neue Dienstleistungen für die Mobilität ergeben. Die Pandemie hat das Reiseverhalten erheblich verändert, und wir werden sehen, wie dies unseren Fokus und unseren Ansatz in Bezug auf die Mobilität in Zukunft verändern könnte. Eine direktere Beziehung zu uns durch TfL Go hat gezeigt, dass die Londoner ein echtes Interesse daran haben, die Zukunft der Mobilität aktiv mitzugestalten, etwas, das mich persönlich sehr beschäftigt.

Was tut ihr bei TfL, um die Lücke zwischen ländlichem und städtischem Mobilitätszugang zu schließen? Und lass auch über Inklusion und Digitalisierung durch On-Demand Lösungen reden. Wie genau bringt ihr diese beiden Elemente zusammen?

Wir haben jetzt TfL Go, das es den Kunden erleichtert, Fahrten zu planen, bei denen sie z. B. den nationalen Zug und die U-Bahn kombinieren. Es ist sehr einfach, lokale Busse zu finden und wir planen, die Kombination von Fahrrad und öffentlichen Verkehrsmitteln in Zukunft noch nahtloser zu gestalten. Insgesamt ermöglicht unser neuer digitaler Service ein viel maßgeschneiderteres Erlebnis, das zeitnah und lokal ausgerichtet ist.

TfL Go bietet beispielsweise einen neuen Ansatz für die Inklusion, mit einem stufenlosen Live-Modus und einem einzigartigen inklusiven Design, das es Kunden ermöglicht, längere Fahrten spontaner und selbstbewusster zu unternehmen. Inklusion ist die treibende Kraft für Innovationen bei TfL, und dies wurde anerkannt, als wir für den D&AD Award for Inclusive Design in die engere Wahl kamen.

Die Erkenntnisse aus TfL Go werden in die Verkehrs- und Stadtplanung einfließen, um die Verbindungen und Fahrmöglichkeiten für die Londoner in allen Bereichen zu verbessern. Vor kurzem haben wir in den Stadtbezirken Sutton und Ealing (2019-20) in Zusammenarbeit mit Busunternehmen und Technologieanbietern bedarfsgesteuerte Busse (DRB) getestet. Für London haben wir festgestellt, dass es nicht kosteneffizienter ist als die bestehenden Bussubventionen, um die notwendige Verringerung der Autonutzung und der Staus in den Außenbezirken Londons zu unterstützen, aber Kunden aus allen Bevölkerungsschichten haben sich positiv über das App-basierte Buchungssystem geäußert und wir untersuchen, wie diese Technologie genutzt werden könnte, um andere TfL-Dienste wie Dial-a-Ride zu verbessern.

Und jetzt lass uns einen Blick in die Zukunft werfen. Wie stellst du dir die Zukunft der Mobilität vor? Was denkst du über den Ausbau von On-Demand Services in den UK?

Ich stelle mir eine sehr anpassungsfähige und integrierte Mobilitätslandschaft vor, in der öffentliche und private Dienstleistungen sich gegenseitig ergänzen und leicht mit persönlichen Verkehrsmitteln wie Radfahren, Gehen und gelegentlichem Autofahren kombiniert werden können. Ich glaube, dass eine nachhaltigere Zukunft wahrscheinlicher ist, wenn wir es den Menschen ermöglichen, die Verkehrsmittel auf intelligente und nützliche Weise zu kombinieren. Wir müssen intelligentere Wege finden, um den individuellen Bedürfnissen verschiedener Menschen zu verschiedenen Zeiten gerecht zu werden, und ich denke, dass wir genau damit begonnen haben.

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NACHGEFRAGT bei Andreas Schwarzkopf

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Seit 2010 ist Andreas im Mobilitätsuniversum unterwegs: Von flinc, über den DB-Fuhrparkservice bis hin zu seiner Position als Head of Backend Engineering bei ioki hat Andreas schon an einigen Stationen Halt gemacht. Bei ioki kümmert er sich mit seinen über 20 Jahren IT-Expertise darum, neue Architekturen und Einzelkomponenten für unser Betriebssystem zu entwickeln und die vorhandenen Architekturen zu erweitern, unter anderem auch um unser Betriebssystem für andere Transportanbieter zu öffnen – kundenzentriert und bedarfsgerecht. Andreas, vielen Dank, dass Du dir die Zeit genommen hast.