/ Reading: 3 min.

6. Okt.
/ Germany
Mobility as a Service: Volle Fahrt voraus in Richtung Verkehrswende
Ist von der Verkehrswende und der damit verbundenen Restrukturierung des ÖPNV die Rede, kommt man um die Begrifflichkeit „Mobility as a Service“, kurz MaaS, nicht herum. Doch was ist „MaaS“ eigentlich genau und wie kann der digitale Ansatz dabei helfen, die Verkehrswende weiter nachhaltig voranzutreiben?

Digital, effizient und kundenzentriert
Durch Mobility as a Service-Angebote entsteht ein neues Verständnis von Mobilität. Silos werden aufgebrochen und Mobilitätsangebote werden ganzheitlich vom Nutzer aus gedacht. Durch modulare Software wird der Zugang zu unterschiedlichen Mobilitätsangeboten über eine digitale Plattform ermöglicht. Das bedeutet, dass die Route vom Start ans Ziel stets maßgeschneidert auf den Kunden zugeschnitten wird und sämtliche Möglichkeiten der Fortbewegung, wie der klassische ÖPNV, On-Demand-Shuttles, Mikromobilitätsangebote und andere Fortbewegungsmöglichkeiten, berücksichtigt werden. Dabei wird der gesamte Buchungsprozess in einer Anwendung gebündelt: Von der Planung über die Buchung bis zur Bezahlung.

Intermodal Reisen ohne Umstände
Der größte Vorteil der Mobility as a Service-Anwendung liegt auf der Hand: der Zugang zu Mobilität wird einfacher. MaaS-Plattformen verhindern, dass intermodale Reisen stets einen nervenaufreibenden Suchmarathon mit sich bringen. Auch der Nachhaltigkeitsaspekt spielt eine entscheidende Rolle. Durch einen gestärkten ÖPNV können Menschen dazu bewegt werden, dass eigene Auto stehenzulassen und auf alternative Lösungen zurückzugreifen – sowohl in der Stadt als auch auf dem Land. Die Dynamik der Software ermöglicht es, das bestehende Angebot stetig um weitere Mobilitätsdienste zu ergänzen.

ioki als Vorreiter
Auch im Bereich Mobility as a Service zeigt ioki Pioniergeist. Anfang 2021 kooperierten die DB-Töchter Mobimeo und ioki erstmalig bei der Weiterentwicklung der KVV.mobil-App. ioki ermöglicht hier durch seine eigens entwickelte API-Schnittstelle die Tiefenintegration eines On-Demand-Service in eine MaaS-Plattform. Durch die Vernetzung des ÖPNV, des On-Demand-Shuttledienstes Myshuttle und anderen Sharing-Angeboten wie TIER, VOI und Nextbike, wird den Menschen in Karlsruhe eine nachhaltige Alternative zum privaten Auto geboten. „Mit der Erweiterung durch die API-Schnittstelle öffnen wir unsere ioki-Plattform für alle Verkehrsanbieter mit tiefenintegrierten Mobility as –a Service-Lösungen. So können wir nun unsere On-Demand-Buchungen auch innerhalb von umfassenden Mobility –as –a service-Apps abbilden und den Nutzer:innen einen noch höheren Mehrwert bieten, sagt Dr. Michael Barillère-Scholz, Geschäftsführer von ioki.

Neuester Artikel

Bus, Bahn, On-Demand-Verkehr, Taxi: Digitale Lösungen machen Mobilität im ländlichen Raum flexibler

Bus, Bahn, On-Demand-Verkehr, Taxi: Digitale Lösungen machen Mobilität im ländlichen Raum flexibler

Flexible Shuttlelösungen dank App-basierter Technologien sind ein wichtiger Schlüssel für die Verbesserung der Mobilitätsversorgung im ländlichen Raum. Auf den ersten Blick erscheinen On-Demand-Verkehre als Konkurrenz für das Taxigewerbe. Auf den zweiten Blick bieten sie eine Möglichkeit auf der Digitalisierung des mobilen Gewerbes aufzusetzen und das Potenzial dieser Mobilitätsform für Taxi und Aufgabenträger gleichermaßen zu nutzen. Taxiunternehmen schließen insbesondere in ländliche Regionen die Lücke zwischen öffentlichen Personennahverkehr und einer autozentrierten Mobilität. On-Demand-Verkehre lassen sich effizient und datenbasiert anhand des tatsächlichen Mobilitätsbedarfs der Bevölkerung planen. Durch die Anbindung an den lokalen ÖPNV und dessen Preissystem werden neue Zielgruppen erschlossen und die Auslastungen erhöht. Bei der Umsetzung können ÖPNV und Taxi flexibel kooperieren, um mehr Mobilität bei weniger Verkehr sicherzustellen.

Verwandte Artikel

Bus, Bahn, On-Demand-Verkehr, Taxi: Digitale Lösungen machen Mobilität im ländlichen Raum flexibler

Bus, Bahn, On-Demand-Verkehr, Taxi: Digitale Lösungen machen Mobilität im ländlichen Raum flexibler

Flexible Shuttlelösungen dank App-basierter Technologien sind ein wichtiger Schlüssel für die Verbesserung der Mobilitätsversorgung im ländlichen Raum. Auf den ersten Blick erscheinen On-Demand-Verkehre als Konkurrenz für das Taxigewerbe. Auf den zweiten Blick bieten sie eine Möglichkeit auf der Digitalisierung des mobilen Gewerbes aufzusetzen und das Potenzial dieser Mobilitätsform für Taxi und Aufgabenträger gleichermaßen zu nutzen. Taxiunternehmen schließen insbesondere in ländliche Regionen die Lücke zwischen öffentlichen Personennahverkehr und einer autozentrierten Mobilität. On-Demand-Verkehre lassen sich effizient und datenbasiert anhand des tatsächlichen Mobilitätsbedarfs der Bevölkerung planen. Durch die Anbindung an den lokalen ÖPNV und dessen Preissystem werden neue Zielgruppen erschlossen und die Auslastungen erhöht. Bei der Umsetzung können ÖPNV und Taxi flexibel kooperieren, um mehr Mobilität bei weniger Verkehr sicherzustellen.

Autonome Busse in Bad Birnbach – oder warum im ländlichen Raum die Zukunft des ÖPNV liegt

Autonome Busse in Bad Birnbach – oder warum im ländlichen Raum die Zukunft des ÖPNV liegt

Wer an die Zukunft der Mobilität denkt, der sieht vor seinem inneren Auge junge Menschen in futuristischen Robotaxis durch Wolkenkratzerschluchten rasen. In der Realität fahren die meisten autonomen Projekte nicht mit schnittigen Robotaxis in deutschen Metropolen. Stattdessen bewegen sich behäbig aussehende Kleinbusse, sog. People Mover, in kleineren Städten und im ländlichen Raum durch schmale Gassen und über Marktplätze. So zum Beispiel in Bad Birnbach. Der kleine Ort im niederbayerischen Bäderdreieck, der eigentlich für sein Thermalbad bekannt ist, lockt seit 2017 nicht nur Wellnessgäste an, sondern auch Fans und Expertinnen neuer Mobilität. Der Grund dafür ist ein kleines, kastenartiges Gefährt mit einer Spitzengeschwindigkeit von nur 15 km/h: es handelt sich um den ersten autonomen Linienbus Deutschlands!