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15. Feb 2023
/ Germany
See and be seen – Gemeinsames Event von ioki und Women in Mobility Frankfurt
Unter dem Motto „See and be seen“ fand am Mittwoch, 8. Februar 2023 das erste gemeinsame #MoveUp Event von Women in Mobility und ioki statt. Rund 50 Teilnehmende, Frauen und Männer, aus der Mobilitätsbranche in und um Frankfurt nutzten die Gelegenheit in entspannter Atmosphäre ihre Erfahrungen und Sichtweisen rund um das Thema Sichtbarkeit auszutauschen. 

Den Anfang machte an diesem Abend Meike Niedbal, Staatssekretärin der Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz Berlin, mit einem inspirierenden Impulsvortrag, wie Talente in der Mobilitätsbranche mehr Sichtbarkeit erlangen und wie sie in ihrer Position mit Fehlern umgeht. Sie war der Veranstaltung online zugeschaltet und zeigte einmal mehr, dass Sichtbarkeit nicht zwangsläufig mit örtlicher Präsenz zusammenhängen muss.

Für die anschließende Podiumsdiskussionen in den Räumlichkeiten von ioki repräsentierten die Sprecherinnen von der Studentin bis zur Führungskraft unterschiedliche Phasen des Berufslebens und diverse Karrierewege.

Totinia Hörner: Die Moderatorin aus Frankfurt hat sich auf Veranstaltungen im Mobilitätsbereich spezialisiert und sorgt schon von Berufswegen dafür, dass Frauen stärker wahrgenommen werden. Ihr persönlicher Tipp für mehr Sichtbarkeit: Einfach das LinkedIn-Profil anpassen und um den Titel Sprecherin oder Expertin erweitern. Schon solche Kleinigkeiten können dazu führen, dass Frauen in der Branche sichtbarer werden.

Über ihren Weg in die Mobilitäts- und vor allem in die Tech-Branche ließ Mascha Margin die Teilnehmenden in der Podiumsdiskussion teilhaben. Sie schreibt derzeit an ihrer Bachelorarbeit in Informatik und arbeitet neben dem Studium als Software-Entwicklerin bei ioki. Vor ihrem Wechsel in die Mobilitätsbranche arbeitete sie im sozialen Bereich und sieht Parallelen: in beiden Branchen sind Frauen in der Außenwahrnehmung weniger vertreten als Männer. Umso wichtiger sind für sie weibliche Vorbilder, die andere Frauen in ihren Karriereentscheidungen bestärken.

Einen mobilitäts- und insbesondere Automobilindustriefokussierten Werdegang hat hingegen Mara Twickler. Sie arbeitet als Senior Key Account Manager Powertrain Electrification bei Bosch und berichtete von den kulturellen Unterschieden, wenn es um die Sichtbarkeit im Berufsleben geht. Im Rahmen der Podiumsdiskussion motivierte Mara die Anwesenden ihre Art der Sichtbarkeit zu finden. Sie selbst nutzt vor allem bilaterale Gespräche mit Frauen aus der Branche, um sich über Job und Karriere auszutauschen. Eine dieser Frauen habe sie im Jahr 2019 auf dem Women in Mobility-Summit getroffen, mit der sie weiterhin regelmäßig Kontakt hat. Es sei wichtig Menschen zu finden, die einen inspirieren und unterstützen. Das Geschlecht spiele für sie dabei nur eine untergeordnete Rolle, so Mara.

Tanja Wiesenthal, Director People & Organisation bei ioki und Teil des Managements Boards, war die vierte der Podiumsteilnehmerinnen. Sie teilte ihre Erfahrungen als Führungskraft eines Tech-Unternehmens und wie sich ihre Sichtbarkeit durch ihre Position im Management Board verändert hat. „Ich habe meinen absoluten Traumjob gefunden, der so sicherlich in keiner Jobbeschreibung stand. Einfach, weil ich die richtigen Fragen gestellt habe und weil man es mir zugetraut hat.“ Diese Erfahrung gibt sie jetzt an ihre Mitarbeitenden weiter, und fördert in ihrer Position die Wahrnehmung anderer Frauen im beruflichen Kontext. Eines ihrer Herzensthemen ist zudem die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Tanja schafft mit ihrem transparenten und offenen Umgang Aufmerksamkeit und zeigte, wie flexible Arbeitszeitmodelle bei ioki umgesetzt werden.

Auf die Podiumsdiskussion folgte ein reger Austausch mit dem Publikum, u.a. darüber, dass Sichtbarkeit nicht zwangsläufig mit der Teilnahme auf einer Bühne zusammenhängen muss. Ein zufriedenstellendes Maß an Sichtbarkeit kann für jede Frau anders aussehen und ist daher sehr subjektiv. Auch die Frage, was man in Hinblick auf Sichtbarkeit vermeiden sollte, wurde intensiv diskutiert, bevor die Gespräche bei Live-Musik, Snacks und Getränken in kleinerer Runde fortgeführt wurden.

Die wichtigsten Tipps und Schlussfolgerungen, wenn es um das Thema Sichtbarkeit geht:

  • Sich selbst herausfordern und versuchen, aus der Komfortzone herauszukommen,
  • Die eigenen Fähigkeiten kennen und sie selbstbewusst einsetzen,
  • Jede Person hat eine persönliche Geschichte – klein oder groß, die man erzählen kann,
  • Sich nicht zu scheuen, Hilfe und Unterstützung anzunehmen,
  • Bei Sichtbarkeit geht es nicht nur um die eigene Sichtbarkeit, sondern auch darum, die Talente anderer zu erkennen und diese zu fördern, das stärkt die kollektive Sichtbarkeit von allen!

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Sigrid Ledendecker und Anne Rückschloss als Vertreterinnen des Frankfurter Clusters von Women in Mobility für die schöne Veranstaltung und bei allen die inspirierenden Gespräche und Diskussionen!

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