/ Reading: 3 min.

5. Aug.
/ Germany
Was ist grün? Die Deutsche Bahn
Egal ob in der Stadt oder auf dem Land, bei einem sind sich alle einig: Um unseren Planeten zu schützen, muss unser aller Lebensstil wieder grüner werden. Nicht nur im Haushalt bemühen sich viele Menschen darum, mit Bedacht zu konsumieren und überlegen einmal mehr, ob sie Plastiktüten verwenden oder jeden Tag Fleisch essen müssen. Auch in Mobilitätsfragen findet ein Umdenken statt. Besonders bei der Generation Z ist eine Reise mit dem Flugzeug so gar nicht mehr „State oft the art“. Im vergangenen Jahr verzeichnete die DB 150,7 Millionen Kundenfahrten. Auch hieran lässt sich erkennen, dass vielen Menschen ihr grüner Fußabdruck wichtig ist.

Nachhaltigkeitsreise in vollem Gange   
Warum wir uns besonders in Mobilitätsfragen bessern müssen, liegt auf der Hand. Durch die Nutzung des motorisierten Individualverkehrs steigt die Lärmbelastung– und Luftverschmutzung immer weiter an. Auch die Vorteile, die der Öffentliche Personenverkehr mit sich bringt, sind klar. Mehr Menschen in einem Fahrzeug und weniger versiegelte Flächen bedeuten einen geringeren Schadstoffausstoß. Wie Dr. Richard Lutz, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Bahn AG, bereits richtig feststellt, können Deutschland und Europa ihre Klimaziele nur mit einer grünen, starken Schiene erreichen. Doch welchen Beitrag leistetet die DB genau, um der nachfolgenden Generation unseren Planeten lebenswert zu hinterlassen?  

Die Nachhaltigkeitsreise der DB ist schon länger in vollem Gange. So werden bis Ende 2020 mehr als 95 Prozent der eingesetzten Rohstoffe recycelt. Dies ist allerdings nicht das einzige Ziel, welches in greifbarerer Nähe liegt. Bis zum Ende des Jahres soll der Schienenverkehrslärm halbiert werden, um unser Ökosystem und die Menschen, die an der Schiene wohnen, zu schützen. Hierfür wird in Lärmschutz und in innovative Maßnahmen für eine leisere Bahn investiert. Ein weiterer Meilenstein in Sachen grüne Bahn liegt im Jahr 2030. Innerhalb von zehn Jahren soll der CO2-Ausstoß halbiert werden. Bis 2050 wird die DB vollständig CO2-neutral sein. Auch der Strom, den die DB nutzt, soll bis 2038 vollständig aus ökologisch nachhaltigen Quellen bezogen werden.  

Grün in der DNA  
Jedoch ist die Optimierung des Kerngeschäfts in Sachen Nachhaltigkeit nicht der einzige Beitrag, den die DB leistet. Auch darüber hinaus übernimmt der Konzern Verantwortung. Mittlerweile gibt es insgesamt 157 außergewöhnliche Projekte, die durch die Bahn unterstützt und gefördert werden. Dazu zählt unter anderem das Projekt Gleisgold. Hier werden Imkern still gelegte Bahnstrecken zur Verfügung gestellt, um Bienenvölker ansiedeln zu können. Und das ist nur eins von vielen Beispielen, wie sich die DB für mehr Nachhaltigkeit einsetzt. Auf Werks- und Ausgleichsflächen werden Nistplätze für bedrohte Vogelarten hergerichtet. Außerdem werden immer weiter Fahrradstellplätze gebaut, Umweltschulungen finden regelmäßig statt, Produkte aus der DB-Gastronomie werden nicht weggeworfen, sondern gespendet, alten Büromöbeln wird durch ein Upcycling-Verfahren zu neuem Glanz verholfen, anstatt neue zu kaufen 

Die Liste der grünen Maßnahmen bei der Deutschen Bahn ist lang und zeigt klar auf: Grün ist bei der DB mehr als nur eine Haltung. Grün ist ein Teil der DNA. Durch all diese verschiedenen Ansätze wird ein Beitrag geleistet, um die Mobilitätswende in Deutschland und Europa nachhaltig voranzutreiben. 

Neuester Artikel

Verwandte Artikel

Mobility as a Service: Volle Fahrt voraus in Richtung Verkehrswende

Mobility as a Service: Volle Fahrt voraus in Richtung Verkehrswende

Ist von der Verkehrswende und der damit verbundenen Restrukturierung des ÖPNV die Rede, kommt man um die Begrifflichkeit „Mobility as a Service“, kurz MaaS, nicht herum. Doch was ist „MaaS“ eigentlich genau und wie kann der digitale Ansatz dabei helfen, die Verkehrswende weiter nachhaltig voranzutreiben?

Digitale Schiene und Schienenersatzverkehr On-Demand

Digitale Schiene und Schienenersatzverkehr On-Demand

In Deutschland sollen bis 2025 bis zu 125 Schienenkilometer modernisiert werden. Während der Modernisierung müssen die Fahrgäste von der Schiene auf den Schienenersatzverkehr (SEV) umsteigen. So auch die Fahrgäste der S-Bahn Stuttgart, während dort in diesem Sommer die Stammstrecke modernisiert wird. Trotzdem ist dieser SEV anders, denn: Am Wochenende und in den Wochenendnächten heißt es Stammstrecke offline – S-Bahn On-Demand online.