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11. Aug.
/ Germany
Mobilität in der Stadt
Eine immer stärker werdende Urbanisierung unserer Gesellschaft ist klar erkennbar. Besonders junge Menschen verlegen ihren Lebensmittelpunkt vermehrt von ländlichen Regionen in die Städte. Daneben gibt es viele Pendler, die zwar nicht unmittelbar im Großstadtdschungel leben möchten, gut bezahlte Jobs jedoch vor allem in den Metropolen finden. Diese damit einhergehende Ballung in den Städten und die damit verbundenen zusätzlichen Verkehrsströmungen bringen Konsequenzen mit sich – vor allem auch für unseren immer grauer werdenden Planeten. Doch welchen Herausforderungen muss der städtische ÖPNV in Zeiten der Mobilitätswende in die Augen blicken? Und welche Rolle wird er selbst dabei spielen?

Da wo Beton liegt, wächst kein Baum
Das erhöhte Verkehrsaufkommen bleibt nicht folgenlos.
Es kommt zu einer Zusatzbelastung für die Natur und den Menschen durch verschiedenste Faktoren. Immer mehr Parkplätze und andere Verkehrsflächen werden gebaut obwohl Verkehrsplanern schon im Jahr 1960 klar war, dass das Konzept der vollumfänglich autogerechten Stadt kein zukunftsträchtiges ist. Jedoch kommt es nicht nur durch die Zunahme von versiegelten Flächen zu einer Belastung für die Umwelt. Auch die immer stärker werdende Lärm und Abgasbelastung darf nicht unterschätzt werden. Diese wirkt sich negativ auf die Kommunikation, Erholung und die Gesundheit der Städter aus.  

Damit die Lebensqualität der Menschen gewahrt und sogar verbessert werden kann, müssen neue Wege integriert werden, um Verkehr effizienter und klimafreundlicher zu gestalten. Vor allem von einer isolierten Betrachtung einzelner Verkehrsmittel müssen wir uns lösen. Mobilitätsformen müssen smart miteinander vernetzt werden, um so ganzheitliche Lösungsansätze zu schaffen, die Mobilität individueller, flexibler und digitaler werden lassen. 

Mobilität von morgen  
Nicht nur Bikesharing, Carsharing und Co. sind aktuell auf dem Vormarsch. Aufbauend auf einer Mobilitätsanalyse, die anhand von Daten den Optimierungsbedarf eines Verkehrsportfolios exakt aufzeigt, kann auch eine On-Demand-Lösung helfen, den Ansprüchen moderner Mobilität gerecht zu werden. Per Telefon oder App kann durch sie ein dynamisches Fahrzeugsystem genutzt werden, ohne fest vorgegebene Fahrpläne oder Routen. Durch ein bedarfsgerechtes Angebot wird so der städtische Verkehr entlastet und die Reisedauer der Passagiere verkürzt. Zudem steigert die Bündelung der Fahrten die Kosteneffizienz durch eine strategische Planung der Fahrzeugauslastung.  

Von grau zu grün durch ÖPNV 
Egal ob in ländlichen Regionen oder in der Stadt
: Mobilität ist eine zentrale Voraussetzung für die Teilhabe in unserer Gesellschaft. Allerdings belastet das Verkehrssystem in seiner jetzigen Form die Umwelt durch Luft und Lärmemissionen zu stark. Da besonders der motorisierte Individualverkehr in Städten zu den hohen Emissionswerten beiträgt, müssen die Städte genau an dieser Stelle ansetzen. Ein optimiertes ÖPNV-Angebot kann nachhaltig dabei helfen, Emissionen zu verringern und damit die Lebensqualität der Menschen zu steigern. Es braucht mutige und neue Impulse, um die Mobilitätswende weiter voranzutreiben 

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Die öffentlichen Verkehrsmittel in Wien gehören zur internationalen Spitze. Das Netz ist dicht und der Takt ist eng. Es ist so gut ausgebaut, dass man den Fahrplan faktisch gar nicht kennen muss. Insgesamt werden hier am Tag 2,61 Millionen Menschen mit öffentlichen Verkehrsmitteln von A nach B befördert. Die Beliebtheit lässt sich auch im Modal-Split erkennen, denn: Die ÖPNV-Nutzer haben die Autofahrer überholt. Rund 38 Prozent der Strecken werden mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt, mit dem Auto „nur noch“ 27 Prozent.2 Doch was macht das imperiale Wien anders als andere Städte?