/ Reading: 3 min.

11. Aug.
/ Germany
Mobilität in der Stadt
Eine immer stärker werdende Urbanisierung unserer Gesellschaft ist klar erkennbar. Besonders junge Menschen verlegen ihren Lebensmittelpunkt vermehrt von ländlichen Regionen in die Städte. Daneben gibt es viele Pendler, die zwar nicht unmittelbar im Großstadtdschungel leben möchten, gut bezahlte Jobs jedoch vor allem in den Metropolen finden. Diese damit einhergehende Ballung in den Städten und die damit verbundenen zusätzlichen Verkehrsströmungen bringen Konsequenzen mit sich – vor allem auch für unseren immer grauer werdenden Planeten. Doch welchen Herausforderungen muss der städtische ÖPNV in Zeiten der Mobilitätswende in die Augen blicken? Und welche Rolle wird er selbst dabei spielen?

Da wo Beton liegt, wächst kein Baum
Das erhöhte Verkehrsaufkommen bleibt nicht folgenlos.
Es kommt zu einer Zusatzbelastung für die Natur und den Menschen durch verschiedenste Faktoren. Immer mehr Parkplätze und andere Verkehrsflächen werden gebaut obwohl Verkehrsplanern schon im Jahr 1960 klar war, dass das Konzept der vollumfänglich autogerechten Stadt kein zukunftsträchtiges ist. Jedoch kommt es nicht nur durch die Zunahme von versiegelten Flächen zu einer Belastung für die Umwelt. Auch die immer stärker werdende Lärm und Abgasbelastung darf nicht unterschätzt werden. Diese wirkt sich negativ auf die Kommunikation, Erholung und die Gesundheit der Städter aus.  

Damit die Lebensqualität der Menschen gewahrt und sogar verbessert werden kann, müssen neue Wege integriert werden, um Verkehr effizienter und klimafreundlicher zu gestalten. Vor allem von einer isolierten Betrachtung einzelner Verkehrsmittel müssen wir uns lösen. Mobilitätsformen müssen smart miteinander vernetzt werden, um so ganzheitliche Lösungsansätze zu schaffen, die Mobilität individueller, flexibler und digitaler werden lassen. 

Mobilität von morgen  
Nicht nur Bikesharing, Carsharing und Co. sind aktuell auf dem Vormarsch. Aufbauend auf einer Mobilitätsanalyse, die anhand von Daten den Optimierungsbedarf eines Verkehrsportfolios exakt aufzeigt, kann auch eine On-Demand-Lösung helfen, den Ansprüchen moderner Mobilität gerecht zu werden. Per Telefon oder App kann durch sie ein dynamisches Fahrzeugsystem genutzt werden, ohne fest vorgegebene Fahrpläne oder Routen. Durch ein bedarfsgerechtes Angebot wird so der städtische Verkehr entlastet und die Reisedauer der Passagiere verkürzt. Zudem steigert die Bündelung der Fahrten die Kosteneffizienz durch eine strategische Planung der Fahrzeugauslastung.  

Von grau zu grün durch ÖPNV 
Egal ob in ländlichen Regionen oder in der Stadt
: Mobilität ist eine zentrale Voraussetzung für die Teilhabe in unserer Gesellschaft. Allerdings belastet das Verkehrssystem in seiner jetzigen Form die Umwelt durch Luft und Lärmemissionen zu stark. Da besonders der motorisierte Individualverkehr in Städten zu den hohen Emissionswerten beiträgt, müssen die Städte genau an dieser Stelle ansetzen. Ein optimiertes ÖPNV-Angebot kann nachhaltig dabei helfen, Emissionen zu verringern und damit die Lebensqualität der Menschen zu steigern. Es braucht mutige und neue Impulse, um die Mobilitätswende weiter voranzutreiben 

Neuester Artikel

ioki wünscht schöne Feiertage!

ioki wünscht schöne Feiertage!

Accenture, Fjord, ioki

Mobilität ist ein vielschichtiges Konstrukt. Ihre Entwicklung wird nicht nur von einer immer stärker werdenden Digitalisierung beeinflusst. Auch Megatrends wie Urbanisierung, Neo-Ökologie, der demografische Wandel und ein stark wachsender Mobilitätsbedarf spielen eine Rolle.

Unsere Projekte auf einen Blick

Unsere Projekte auf einen Blick

Accenture, Fjord, ioki

Mobilität ist ein vielschichtiges Konstrukt. Ihre Entwicklung wird nicht nur von einer immer stärker werdenden Digitalisierung beeinflusst. Auch Megatrends wie Urbanisierung, Neo-Ökologie, der demografische Wandel und ein stark wachsender Mobilitätsbedarf spielen eine Rolle.

Verwandte Artikel

Warum Verkehrsplanung agil sein muss

Warum Verkehrsplanung agil sein muss

Mobilität ist ein hochkomplexes Konstrukt, bestehend aus unterschiedlichsten Puzzle-Teilen und abhängig von diversen Einflussgrößen. Spätestens seit Beginn der professionellen Planung öffentlich ausgerichteter Mobilitätsangebote sehen sich Aufgabenträger und Verkehrsunternehmen gleichermaßen mit einer Vielzahl an Fragen und Antwortmöglichkeiten konfrontiert.

Autofreie Stadt: sinnvolle Reformierung oder Wunschvorstellung?

Autofreie Stadt: sinnvolle Reformierung oder Wunschvorstellung?

Betrachtet man unsere Gesellschaft ohne Vorwissen aus der Vogelperspektive, wirkt es so, als ob sich der Gedanke eines Planeten mit endlosen Ressourcen stark in der den Köpfen der Menschen manifestiert hat. Ein Musterbeispiel für diese Denkweise ist die heutige Nutzung des motorisierten Individualverkehrs. Möchte ich Autofahren setze ich mich in mein Auto, tanke voll, schnalle mich an, drücke auf das Gaspedal und fahre los. Diese Denkweise ist gefährlich und weit gefehlt. Der motorisierte Individualverkehr bedingt, dass Ressourcen verbraucht werden – bei einem Auto, das durchschnittlich 1,5 Tonnen wiegt, sind das rund 70 Tonnen Material nur in der Produktion. Zusätzlich belastet das Auto die Umwelt bei jeder Nutzung und nimmt vor allem in Großstädten zu viel Platz in Anspruch.