/ Reading: 2 min.

1. Aug.
/ Deutschland
Hamburg fährt autonom: Hochbahn startet ersten selbstfahrenden Bus in der Hafenstadt
Die Hamburger Hochbahn AG testet im Rahmen des Projektes HEAT (Hamburg electric autonomous Transport) seit gestern erstmals einen selbstfahrenden Bus auf Hamburgs Straßen. Das Fahrzeug, in dem bis zu zehn Personen Platz finden, fährt auf der Teststrecke insgesamt fünf Haltestellen an – drei reguläre HVV-Haltestellen sowie zwei eigens für das Projekt eingerichtete Stationen.

Step by Step in die autonome Zukunft

Bei der Realisierung des Projekts setzt die Hochbahn auf eine stufenweise Entwicklung: So wird der Bus bis Mitte 2020 vor allem zur internen Nutzung zur Verfügung stehen, bis er schließlich auch für andere Fahrgäste geöffnet wird. Der Bus startet zunächst mit einer Höchstgeschwindigkeit von 15 km/h, die in einer nächsten Projektphase auf 24 km/h ausgebaut werden soll, bis schließlich frühestens 2021 50km/h mit dem Bus erreicht werden sollen.

Neben der Hochbahn sind auch die Hamburger Verkehrsbehörde, der Fahrzeugbauer IAV, Siemens, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt und das Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität an dem Projekt beteiligt.

Mit HEAT möchten die Projektpartner nachweisen, dass autonom fahrende Fahrzeuge gewinnbringend in den Straßenverkehr und vor allem in den ÖPNV integriert werden können.

„Autonomes Fahren bietet uns eine Perspektive, noch attraktivere Angebote zu schaffen. Gerade zu Tageszeiten oder für Gebiete, in denen konventionelle ÖPNV-Lösungen heute wirtschaftlich an ihre Grenzen stoßen und deshalb nicht attraktiv genug sind, um die Menschen zum Umsteigen vom privaten Pkw zu motivieren”,

so Hochbahn-Chef Henrik Falk.

Autonome Busse außerhalb Hamburgs

Auch auf Sylt, im brandenburgischen Wusterhausen und in Bad Birnbach fahren bereits autonome Busse im Straßenverkehr. Und auch die Hauptstadt möchte nach dem autonom fahrenden Shuttle-Service auf dem Charité-Gelände auch im öffentlichen Straßenverkehr noch diesen Sommer nachlegen.

Neuester Artikel

Nachgefragt bei Jakob Kammerer

Nachgefragt bei Jakob Kammerer

Jakob Kammerer ist Head of Autonomous Mobility bei ioki und ist damit für die Entwicklung der Software verantwortlich, die fahrerlose Fahrzeuge mit unserem Betriebssystem für digitale Mobilität verbindet. Nach dem Erlangen seines Bachelor of Science in Fahrzeugtechnik an der TU Ilmenau im Jahr 2014 entwickelte er sich über mehrere Stationen bei Daimler, General Motors und der PSA Gruppe im Mobilitätsbereich immer weiter. Heute sprechen wir mit Jakob über die Königsdisziplin der fortschrittlichen Mobilität: das autonome Fahren.

Nachgefragt bei Jörg Starr

Nachgefragt bei Jörg Starr

Jörg Starr hat in der Automobilindustrie schon einige Stationen durchlaufen. Als Manager war er bereits bei Smart und Daimler tätig. Heute arbeitet der Experte für Wasserstoffmobilität bei Audi. Zudem ist Jörg Starr Vorsitzender der Industriepartnerschaft Clean Energy Partnership (CEP). Technologie-, Mineralöl- und Energiekonzerne, Gasproduzenten sowie Automobilhersteller arbeiten hier gemeinsam an der flächendeckenden Etablierung der emissionsfreien Mobilität mit Wasserstoff und Brennstoffzelle.

Verwandte Artikel

Autonomes Fahren – eine kurze Bestandsaufnahme

Autonomes Fahren – eine kurze Bestandsaufnahme

Wer vor 20 Jahren an das Jahr 2020 gedacht hat, hatte vermutlich nicht zuletzt auch autonom fahrende Autos vor Augen, die sich auf den Straßen nur so tummeln würden. Die heutige Realität belehrt uns jedoch eines Besseren und beweist: Wir sind zwar kontinuierlich auf dem richtigen Weg, doch von einer Dominanz autonomer Fahrzeuge im Straßenverkehr kann noch lange nicht die Rede sein.

Projekt „See-Meile“ startet autonomen Bus auf den Straßen Berlins

Projekt „See-Meile“ startet autonomen Bus auf den Straßen Berlins

Seit dem 16. August 2019 ist der erste selbstfahrende Kleinbus in einer deutschen Großstadt aktiv: Was zuvor bereits zum Beispiel in ländlichen Regionen wie Bad Birnbach erprobt wurde, setzen insgesamt acht Projektpartner, darunter u.a. die Senatsverwaltungen für Wirtschaft, Energie und Betriebe als auch für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, sowie die BVG und ioki, nun im städtischen Raum um.