/ Reading: 2 min.

6. Apr.
/ Germany
Mobility Analytics: Intelligente Lösungen für öffentliche Verkehrssysteme entwickeln
Von der Theorie zur Praxis: In der letzten Woche haben wir uns bereits angeschaut, welchen Mehrwert eine erste Bestandsaufnahme des aktuellen Angebots in Form einer Analyse des öffentlichen Verkehrssystems liefern kann. Im Folgenden kombinieren wir diese Erkenntnisse mit konkreten Lösungen.

Denn genau das ist es, was wir bei einer Mobilitätsanalyse im zweiten Schritt machen: Aufbauend auf der initialen Status-Quo-Analyse lassen sich konkrete Maßnahmen für eine Optimierung des bestehenden Verkehrssystems ableiten. So kann zum Beispiel die Analyse des Modal Splits und dessen Veränderung als Grundlage zur Beratung dienen, welche Maßnahmen in welchem Gebiet eigentlich Sinn machen.

Dabei verfolgen wir unter der Prämisse einer nachhaltigen Mobilität vor allem das Ziel, Lösungen für einen starken ÖPNV zu entwickeln. Über bedarfsorientierte und flexible Zusatzangebote wie Ridesharing lassen sich zum Beispiel die erste und letzte Meile komfortabel und kosteneffizient überbrücken und so die Attraktivität des bestehenden ÖPNV-Angebots positiv beeinflussen.

Fragen, die wir bei der Entwicklung intelligenter Lösungen für öffentliche Verkehrssysteme adressieren, sind zum Beispiel:

  • Mit welchen Maßnahmen kann der Modal Split des öffentlichen Verkehrs erhöht werden?
  • Wie kann ich die Umweltbelastung durch meinen Verkehr reduzieren?
  • Wie kann ich die wirtschaftliche Tragfähigkeit meines Systems verbessern?
  • Wie kann ich die Wettbewerbsfähigkeit meines Systems erhöhen?
  • Wo sind die idealen Standorte für Stromtankstellen/Ladeinfrastruktur?

Stets im Blick haben wir dabei sowohl ökonomische als auch ökologische Kennzahlen, entlang derer wir die Maßnahmen bewerten und ausrichten. So zum Beispiel auch im Falle einer Kleinstadt in Schleswig-Holstein, für die wir datenbasiert intelligente Lösungen entwickelt haben. Die Herausforderung: Die Stadt verfügt bereits über ein funktionsfähiges Stadtbussystem. Mehrere Linien stellen dort in einem Rendezvous-Konzept den ÖPNV bereit. Jedoch kommt es aufgrund fehlender Querverbindungen zu zahlreichen Umstiegen und servicefreien Zeitfenstern. Unsere Lösung auf Basis einer detaillierten Analyse: In Ergänzung zu dem bestehenden Linien-Verkehr kann die Einführung eines On-Demand-Services die Lücken bedarfsgerecht schließen.

Neuester Artikel

Verwandte Artikel

Mobility as a Service: Volle Fahrt voraus in Richtung Verkehrswende

Mobility as a Service: Volle Fahrt voraus in Richtung Verkehrswende

Ist von der Verkehrswende und der damit verbundenen Restrukturierung des ÖPNV die Rede, kommt man um die Begrifflichkeit „Mobility as a Service“, kurz MaaS, nicht herum. Doch was ist „MaaS“ eigentlich genau und wie kann der digitale Ansatz dabei helfen, die Verkehrswende weiter nachhaltig voranzutreiben?

Digitale Schiene und Schienenersatzverkehr On-Demand

Digitale Schiene und Schienenersatzverkehr On-Demand

In Deutschland sollen bis 2025 bis zu 125 Schienenkilometer modernisiert werden. Während der Modernisierung müssen die Fahrgäste von der Schiene auf den Schienenersatzverkehr (SEV) umsteigen. So auch die Fahrgäste der S-Bahn Stuttgart, während dort in diesem Sommer die Stammstrecke modernisiert wird. Trotzdem ist dieser SEV anders, denn: Am Wochenende und in den Wochenendnächten heißt es Stammstrecke offline – S-Bahn On-Demand online.