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19. Feb.
/ Germany
Tschüss Auto, hallo Verkehrswende!
Die Stunden des motorisierten Individualverkehrs scheinen – zumindest in den Metropolen dieser Welt – gezählt zu sein! Die vor Kurzem erschienene Studie „Mobility Futures“ des Marktforschungsinstituts Kantar zeigt auf, dass bis zum Jahr 2030 der Anteil der Autofahrer in den Städten von derzeit 51% auf 46% sinken wird.
Alternative Fortbewegungsmittel wie Fahrrad, ÖPNV oder zu Fuß gewinnen logischerweise gleichermaßen einen Aufwind und steigen von 45% auf 49% in den nächsten zehn Jahren.

Vor allem das Fahrrad scheint im städtischen Raum dabei auf dem Vormarsch zu sein. Während die Nutzung des ÖPNV bei der erwarteten Entwicklung um 6% steigt, schwingen sich laut Studie bis 2030 ganze 18% Stadtbewohner mehr auf das Fahrrad. Für die Städte heißt das im Umkehrschluss: Eine fahrradfahrerfreundliche Infrastruktur, wie man sie heute schon zum Beispiel in Amsterdam, Kopenhagen oder Paris finden kann, muss her! Eine solche Infrastruktur muss dabei – um nachhaltige Erfolge beim Umstieg vom Auto aufs Fahrrad zu ermöglichen – sowohl Aspekte der Sicherheit, der Verfügbarkeit als auch der Logistik berücksichtigen.

Besonders bemerkbar wird sich die Mobilitätswende übrigens vor allem in den Städten Manchester, Moskau und Sao Paulo machen. Hier werden besonders viele Stadtbewohner vom Auto auf nachhaltigere Verkehrsmittel umsteigen. Am besten vorbereitet für den anstehenden Wandel sind die Städte Amsterdam, London und Los Angeles.

Insgesamt sehen sich alle der 31 untersuchten Städte grundlegend vor zwei Herausforderungen stehen: Während zum Beispiel in Berlin, Amsterdam und New York vor allem das Vertrauen der Bürger in die nachhaltigen Mobilitätskonzepte ihrer jeweiligen Stadt fehlt, haben Städte wie Moskau, Jakarta und Mumbai ganz andere Hausaufgaben. Hier stehen die Bürger zwar hinter ihrer Stadt, doch die Stadt selbst muss noch einige Aufgaben erledigen, um für die Zukunft der Mobilität gewappnet zu sein.

Unter dem Strich werden bis 2030 damit fast 37 Millionen Menschen in Städten weltweit ihr Mobilitätsverhalten ändern. Wir finden: Eine großartige Aussicht für mehr nachhaltige Mobilität und weniger Verkehr!

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NACHGEFRAGT bei Silke Höhl

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Silke Höhl ist Doktorandin im Research Lab for Urban Transport (ReLUT) an der Frankfurt University of Applied Sciences. Die Bau- und Wirtschaftsingenieurin gewann 2019 beim Innovationspreis der Allianz Pro Schiene den Wettbewerb „Beste Idee 2019“. Ihr Konzept: Eine innovative Paketlieferung. Dabei geht es nicht darum, eine neue Verkehrsinfrastruktur auf die Beine zu stellen, sondern den in den Städten bereits gut ausgebauten ÖPNV zu nutzen. Die Idee: U- und Straßenbahnen übernehmen den Transport der Pakete in die Innenstädte und ein Lastenrad übernimmt von dort aus die letzten die Kilometer bis zur Haustür.

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Mit digitalen Lösungen zum rentablen ÖPNV

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Mobilität ist häufig noch immer ein ressourcenintensives Unterfangen – und das in jeglicher Hinsicht: Zu viele Autos auf der Straße bringen eine hohe Umweltbelastung mit sich, lose getaktete Fahrpläne bedeuten zum Teil einen immensen Zeitverlust und zu große Gefäße sowie Leerfahrten – vor allem in ländlichen Regionen und zu Randzeiten – fordern ihren finanziellen Tribut.