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6. Sep.
/ Deutschland
IAA 2019: Liegt die Zukunft des Autos im Verzicht darauf?
Die gesamte Automobilindustrie steht schon in den Startlöchern für die IAA 2019: Zwischen dem 12. und 22. September wird sich auf dem Frankfurter Messegelände wieder alles ums Auto drehen.

Unter dem Motto “Driving Tomorrow” rückt die Ausstellung dieses Jahr besonders Themen rund um neue Mobilitätsformen und -konzepte, Elektromobilität und vernetztes und automatisiertes Fahren in den Fokus. Das beweist unter anderem die geplante Eröffnung der Ausstellung: Gemeinsam mit Angela Merkel wird Waymo-Chef John Krafcik den Startschuss für die Veranstaltung geben und damit ein klares Zeichen für die Bedeutung von autonomen Fahren für die diesjährige Messe setzen.

Man kann das Phänomen fahrerloser Fortbewegung bei der IAA übrigens auch hautnah erleben: Mit dem autonom fahrenden Shuttle-Bus “CUbE” von Continental können sich bis zu sechs Personen gleichzeitig über das Messegelände chauffieren lassen.

Die Weichen für Diskussionen rund um das Thema Mobilität von morgen scheinen damit gestellt. Und dass eine solche nicht mehr ausschließlich im Horizont des Autos gedacht werden muss, sieht sogar die größte Automobilmesse ein. Denn mit Paneldiskussionen wie “Brauchen wir noch ein eigenes Auto?” geht die IAA einen mutigen und vor allem notwendigen Schritt und trägt dabei den Herausforderungen urbaner Mobilität Rechnung. Bei all der Parkplatznot, den übervollen Straßen und den negativen Effekten auf unsere Umwelt scheint sich der auto-lastige Individualverkehr im städtischen Raum selbst überholt zu haben. Wie aber kann eine bedarfsgerechte, flexible und zeitgemäße Mobilität aussehen, wenn das Auto als Prämisse wegfällt? Welche Rolle kommt dem ÖPNV in einem solchen Transformationsprozess zu und welchen Herausforderungen muss dieser sich stellen?

Diesen und vielen weiteren spannenden Fragen wird die IAA im Rahmen verschiedener Vorträge, Panel-Diskussionen und Impulsen nachgehen – stets im Schulterschluss mit etablierten Branchen-Größen, Tech-Unternehmen und Startups aus der ganzen Welt.

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