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9. Feb.
/ Germany
Mobilitätsdaten als Treibstoff für innovative Verkehrskonzepte 
Der Wunsch nach flexiblen, nachhaltigen und vor allem zeitgemäßen Mobilitätslösungen ist heute so laut wie noch nie zu vor. Die Digitalisierung und damit einhergehend die Nutzung von Daten treibt die Weiterentwicklung genau dieser Mobilitätslösungen voran. Komplexe Analysemodelle ermöglichen es, Daten verschiedener Quellen miteinander zu verknüpfen, Datenmengen auszuwerten und Ergebnisse in Echtzeit zu erhalten. Mobilitäts- und Verkehrsdaten sind somit der Treibstoff für einen bedarfsgerechten, automatisierten und vor allem kundenzentrisch ausgerichteten ÖPNV. Doch inwiefern verändern digitale und datenbasierte Anwendungen den Sektor des öffentlichen Verkehrs?

Vom angebotszentrischen- zum kundenzentrischen Fokus
Schon jetzt hat die Verwendung von Daten die Entwicklung von Mobilitätslösungen stark beeinflusst. Wurden Verkehre damals noch mit einem angebotszentrischen Fokus geplant, ermöglicht die Verwendung von Datenpaketen heute eine verstärkte kundenzentrische Planung. Diese bringt den Vorteil mit sich, dass Mobilitätsbedarfe regionsspezifisch detailgetreu ermittelt werden können. Mit Hilfe von datenbasierten Mobilitätsanalysen ist es möglich, fundierte Abbildungen von bestehenden Mobilitäts- und Angebotssituationen zu erstellen und sinnvolle Zielzustände abzuleiten. Das Ergebnis der Mobilitätsanalyse ist eine passgenaue, verkehrsträgerübergreifende Blaupause für den idealen Mobilitätsmix. Sei es die Optimierung der bisherigen ÖPNV-Angebote, die Ergänzung um Car-Sharing oder Mikromobilitätsangebote oder die Einführung eines integrierten On-Demand-Systems.  

Datensicherheit im Fokus
Da die Datenverarbeitung im Fokus der Verkehrsplanung einen immer höheren Stellenwert bekommt, erhöht sich auch die Relevanz von Datensicherheit und-schutz. Mit einer in Europa angesiedelten Kerndateninfrastruktur fallen alle von ioki verarbeiteten Daten unter die Datenschutzverordnung (DSGVO) der Europäischen Union, welche einheitlich die Nutzung aller personenbezogenen Daten regelt und schützt. Das Recht auf Datenportabilität, also das Recht, personenbezogene Daten zwischen Service-Providern zu übertragen, befähigt uns dazu, das ökonomische Potenzial mobilitätsbezogener Daten im europäischen Raum voll auszuschöpfen.  

Starke Mobilitätsinfrastruktur durch Daten
Datenbasierte Anwendungen bieten Vorteile auf verschiedenen Ebenen. Sie machen Verkehre effizienter, kostengünstiger, umweltfreundlicher und ermöglichen verkehrsformübergreifend eine bessere Angebotsplanung.  Verkehrsteilenehmer können durch neue, bedarfsgerechte Lösungen ihre Fahrten besser planen und dadurch Zeit- und Kostenersparnisse realisieren. Dies gilt sowohl für ländliche Räume als auch für Großstädte. Die Datenverarbeitung hat den ÖPNV-Sektor bereits jetzt stark verändert und wird auch in Zukunft an Relevanz gewinnen – vor allem, wenn es darum geht, Mobilität für alle Menschen zugänglich zu machen.  

 

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Martin Neubauer hat schon an mehreren Haltestellen im Mobilitätssektor Halt gemacht. Seit zwei Jahren ist er bei PostAuto tätig und ist hier verantwortlich für den Geschäftsbereich des autonomen Fahrens. Seit Ende 2020 hat er außerdem sein Mandat als Geschäftsleiter des Vereins Swiss Association for Autonomous Mobility inne. Wir haben von Martin spannende Insights rund um die Entwicklung autonomer Verkehre im ÖPNV erfahren.