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1. Mrz.
/ Deutschland
Was ist eigentlich… der Unterschied zwischen autonom und automatisiert?
Innerhalb der Mobilitätsbranche wird dem autonomen Fahren viel Aufmerksamkeit beigemessen, doch stößt man hier schnell auf einen zunächst synonym erscheinenden Begriff, wo man nicht umhin kommt sich zu fragen: Was ist eigentlich der Unterschied zwischen autonom und automatisiert?

Laut dem Autor Stefan Hartelt, der sich auf dem Blog Medium vor allem mit dem Thema Maschinenethik befasst, sei dieser gar nicht so schwer: Die elektronischen Elemente, die für ein Auto gefertigt werden, wurden von Programmierern zunächst konzipiert, getestet und optimiert. Diese führen also lediglich automatisierte Prozesse durch, basierend auf der ihnen zugeschriebenen Programmierung. Übertragen bedeutet automatisiertes Fahren demnach das Fahren ohne Eingriff eines menschlichen Fahrers.

Der Begriff autonom bezieht sich allerdings auf die Attribute des eigenständigen Handelns: Eine Maschine soll also dazu in der Lage sein, eigene Entscheidungen zu treffen. Hier spielt eine Variante der künstlichen Intelligenz eine Rolle, die gegenwärtig nahezu in jeder Technologiesparte Einzug hält, egal ob in Form von Smartphones, Smart TV’s, Smart Watches etc.

An ein vollkommen autonomes Fahrzeug werden sehr viele Forderungen gestellt: Es soll die vorgeschriebene Route im Straßenverkehr eigenständig ohne Fremdeinwirkung fahren, Hindernisse erkennen und analysieren, diese entsprechend umfahren, sowie gleichzeitig die Verkehrsregeln beachten können. Hier steht der zukünftige Mobilitätssektor vor einer enormen Herausforderung: Menschliche Reaktions- und Entscheidungsverfahren müssen auf eine Maschine ohne Geist und Empfindungsvermögen übertragen werden. Aktuelle Entwicklungen werden hierfür in fünf Autonomiestufen (Level) festgelegt, die in einem weiteren Artikel unserer “Was ist eigentlich…?”-Reihe erklärt werden.

In der neuen Kategorie „Was ist eigentlich…?” klärt getmobility über relevante Begriffe in der Mobilitätswelt auf. Bei Wünschen oder akuten Fragen zu Vokabeln schreibt uns gerne über Twitter @getmobility_de

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Jakob Kammerer ist Head of Autonomous Mobility bei ioki und ist damit für die Entwicklung der Software verantwortlich, die fahrerlose Fahrzeuge mit unserem Betriebssystem für digitale Mobilität verbindet. Nach dem Erlangen seines Bachelor of Science in Fahrzeugtechnik an der TU Ilmenau im Jahr 2014 entwickelte er sich über mehrere Stationen bei Daimler, General Motors und der PSA Gruppe im Mobilitätsbereich immer weiter. Heute sprechen wir mit Jakob über die Königsdisziplin der fortschrittlichen Mobilität: das autonome Fahren.

Nachgefragt bei Jörg Starr

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Jörg Starr hat in der Automobilindustrie schon einige Stationen durchlaufen. Als Manager war er bereits bei Smart und Daimler tätig. Heute arbeitet der Experte für Wasserstoffmobilität bei Audi. Zudem ist Jörg Starr Vorsitzender der Industriepartnerschaft Clean Energy Partnership (CEP). Technologie-, Mineralöl- und Energiekonzerne, Gasproduzenten sowie Automobilhersteller arbeiten hier gemeinsam an der flächendeckenden Etablierung der emissionsfreien Mobilität mit Wasserstoff und Brennstoffzelle.

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