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21. Feb 2019
/ Deutschland
Was ist eigentlich… Mobility Analytics?
„Mobility Analytics” kann als Übergriff für verschiedene Entwicklungen in Bezug auf Mobilität und Verkehr, wie Transportmodellierung, Algorithmen oder Berechnungsansätze, unter Berücksichtigung eines Big-Data-Ansatzes verstanden werden.

Anhand von geographischen, verkehrlichen und soziodemographischen Daten kann das individuelle Mobilitätsverhalten detailliert untersucht werden. Zweck der Analysen ist es, Verkehr und Mobilität in der betrachteten Region zu verstehen und die Auswirkungen zu bewerten.

Ein Ansatz für Mobility Analytics ist beispielsweise in einem mikroskopischen Verkehrsmodell das vollständige Bewegungsmuster einer synthetisch erzeugten Bevölkerung, wie Wegezwecke (Arbeiten, Einkaufen, etc) oder die Wahl des Verkehrsmittels (z.B. Straßenbahn, Bus, Fahrrad, etc) über das gesamte Verkehrsnetz abzubilden.

So können unter anderem folgende Fragen beantwortet werden: „Welche Verkehrsmittel nutzen die Menschen? Warum wird in einem bestimmten Bereich vorzugsweise das Auto genommen, um in die Stadt zu fahren? Wie ist die Anbindung zum öffentlichen Nahverkehr?”

Ein Ergebnis kann sein, dass die Bewohner der untersuchten Region eine schlechte Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr haben (lange Wege zur Haltestelle, geringer Takt, umwegige Streckenführung, etc). Auf Basis dieser Resultate können zusätzlich Empfehlungen und Maßnahmen abgeleitet werden, um die verkehrliche Situation in der untersuchten Region zu verbessern.

In der neuen Kategorie „Was ist eigentlich…?” klärt getmobility über relevante Begriffe in der Mobilitätswelt auf. Bei Wünschen oder akuten Fragen zu Vokabeln schreibt uns gerne über Twitter @getmobility_de

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Mobilitätsstationen, auch Mobility Hubs genannt, sind öffentlich zugängliche Orte, an denen verschiedene Verkehrsmittel und Sharing-Dienste aufeinandertreffen. Das können S- und U-Bahnhöfe im städtischen Kontext sein, aber auch eine Bushaltestelle auf dem Land, an der Leihräder zur Verfügung stehen oder wichtige Buslinien kreuzen. An diesen Punkten können Menschen leicht von einem auf ein anderes Verkehrsmittel umsteigen. Mobilitätsstationen fördern eine effiziente und nachhaltige Mobilität, indem sie unterschiedliche Mobilitätsdienste als Dienstleistung, als Mobility-as-a-Service (MaaS), anbieten. Das Konzept lässt sich von der Bushaltestelle bis hin zu großen Mobility Hubs z.B. mit einer Kombination aus On-Demand-Verkehren, Carsharing-Stationen oder E-Rollern beliebig ausweiten.

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On-Demand-Mobilität bezeichnet ein technologiegestütztes und gemeinsam genutztes Mobilitätsangebot. Statt nach vorgeschriebenen Linienrouten, Fahrplänen und festen Haltestellen, folgen On-Demand-Verkehre einem keinem Fahrplan, fahren auch virtuelle Haltepunkte an und fahren unterschiedliche Routen. Die Fahrzeuge fahren auf Abruf und nach Bedarf, sprich „on demand“. Die Buchung erfolgt in der Regel per App, zudem sind Buchungen per Telefon und/oder per Webbrowser möglich. On-Demand-Mobilität verknüpft dabei die Verlässlichkeit des konventionellen öffentlichen Verkehrs (ÖPNV) mit der flexiblen Verfügbarkeit des privaten Pkw.