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5. Mrz.
/ Germany
Ride-Hailing: Allheilmittel oder Klimakiller?
Der Besitz eines eigenen Autos ist in Städten schon lange kein Regelfall mehr. Angesichts guter ÖPNV-Anbindungen, neuer Mobilitätsformen wie E-Scootern oder Ride-Hailing-Services wie Uber und Co. kommt man auch ohne Pkw flexibel, bequem und schnell von A nach B.

Aber Achtung: Während die Nutzung des ÖPNV, Wege zu Fuß oder die Fahrt mit dem Fahrrad echte nachhaltige Alternativen zum motorisierten Individualverkehr darstellen, können Angebote wie Ride-Hailing zwar auf den ersten Blick ebenso grün erscheinen, in Wahrheit jedoch genau in das Gegenteil umschlagen.  

Denn eine neue Studie der Union of Concerned Scientists zeigt auf, dass Ride-Hailing im Durchschnitt sogar 69 Prozent mehr Luftverschmutzung produziert als die ursprünglichen Fahrten, die es ersetzt. 

Woran das liegt? Zum einen an dem Konzept Ride-Hailing selbst. Denn anders als beim Ride-Pooling werden beim Ride-Hailing Fahrten nicht geteilt. Jede Fahrtanfrage wird also einzeln bedient und Wege werden nicht – wie im Ride-Pooling üblich – getreu des Sammeltaxi-Mottos effizient gebündelt. Zum anderen ersetzen Ride-Hailing-Fahrten häufig nicht den motorisierten Individualverkehr, sondern vielmehr den ÖPNV oder den Weg mit dem Fahrrad.  

Ride-Pooling schlägt Ride-Hailing 

Im Gegensatz zu Ride-Hailing reduziert Ride-Pooling die Emission hingegen um 33 Prozent im Vergleich zum motorisierten Individualverkehr. Fügt man den Faktor E-Auto hinzu, sieht die Bilanz sogar noch positiver aus: Eine gepoolte Fahrt im E-Auto kann die Emission um bis zu 68 Prozent verringern.  

Damit ist Ride-Pooling ganz klar das bevorzugte Mittel der Wahl, wenn es um nachhaltige, bedarfsgerechte und flexible Mobilität geht, die den Komfort des eigenen Autos und die umweltschonende Wirkung des ÖPNV kombiniert.  

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NACHGEFRAGT bei Silke Höhl

NACHGEFRAGT bei Silke Höhl

Silke Höhl ist Doktorandin im Research Lab for Urban Transport (ReLUT) an der Frankfurt University of Applied Sciences. Die Bau- und Wirtschaftsingenieurin gewann 2019 beim Innovationspreis der Allianz Pro Schiene den Wettbewerb „Beste Idee 2019“. Ihr Konzept: Eine innovative Paketlieferung. Dabei geht es nicht darum, eine neue Verkehrsinfrastruktur auf die Beine zu stellen, sondern den in den Städten bereits gut ausgebauten ÖPNV zu nutzen. Die Idee: U- und Straßenbahnen übernehmen den Transport der Pakete in die Innenstädte und ein Lastenrad übernimmt von dort aus die letzten die Kilometer bis zur Haustür.