In Asien gehören sie zum Stadtbild und in Deutschland werden die eiförmigen Fahrzeuge immer beliebter. Die Rede ist von Fahrradrikschas, genauer genommen von E-Rikschas. Die flinken und umweltfreundlichen Fahrzeuge sind in Thailand unter dem Namen TukTuk bekannt. Sie könnten künftig häufiger auf den Straßen deutscher Groß- und Kleinstädte unterwegs sein – als flexibles Mobilitätsangebot, als ehrenamtlicher Nachbarschaftsdienst für Senioren oder als Touristenattraktion.
Was ist eigentlich… ein Nahverkehrsplan?
Unter einem Nahverkehrsplan versteht man ein Planungsinstrument, in dem alle Leistungs- und Qualitätskriterien für den Betrieb des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in einem Gebiet erfasst werden. Der Nahverkehrsplan analysiert das vorhandene Mobilitätsangebot und dient als Leitfaden für die zukünftige Entwicklung der Nahmobilität.
Easy durch die Verkehrswende: autonome On-Demand-Verkehre im Rhein-Main-Gebiet
Die Verkehrswende funktioniert nicht ohne digitale und zukunftsweisende Mobilitätsangebote. Das Ziel „mehr Mobilität bei weniger Verkehr” lässt sich nur durch die Zusammenführung unterschiedlicher Technologien der Digitalisierung realisieren. Ein Schlüssel dazu können autonome Verkehre auf Abruf sein.
Mobilitätswende jetzt! Mobilität der Zukunft in Hessen
65 Millionen Tonnen Co2-Emissionen weniger bis 2030 – dieses Klimaziel hat sich die Bundesrepublik Deutschland für den Verkehrssektor gesetzt. Mehr Elektromobilität, ein modernisiertes Schienennetz und mehrere Milliarden für den Ausbau des ÖPNV sollen dazu beitragen, dass die Mobilität in Deutschland klimafreundlicher wird.
Doch welche Maßnahmen werden auf Landesebene getroffen, damit Bürgerinnen und Bürger klimafreundlich mobil sind bei weniger umweltschädlichem Verkehr? Was tut sich beim Ausbau des ÖPNV, der Reaktivierung von Bahnstrecken und bei der Einrichtung von Fahrradwegen? Diesen und weiteren Fragen gehen wir in unserer neuen Reihe „Mobilitätswende jetzt!“ nach. Dabei zeigen wir wegweisende Mobilitätsprojekte aus den einzelnen Bundesländern als Beispiel für eine erfolgreiche und nachhaltige Verkehrswende in Deutschland.
Bus, Bahn, On-Demand-Verkehr, Taxi: Digitale Lösungen machen Mobilität im ländlichen Raum flexibler
Flexible Shuttlelösungen dank App-basierter Technologien sind ein wichtiger Schlüssel für die Verbesserung der Mobilitätsversorgung im ländlichen Raum. Auf den ersten Blick erscheinen On-Demand-Verkehre als Konkurrenz für das Taxigewerbe. Auf den zweiten Blick bieten sie eine Möglichkeit auf der Digitalisierung des mobilen Gewerbes aufzusetzen und das Potenzial dieser Mobilitätsform für Taxi und Aufgabenträger gleichermaßen zu nutzen. Taxiunternehmen schließen insbesondere in ländliche Regionen die Lücke zwischen öffentlichen Personennahverkehr und einer autozentrierten Mobilität. On-Demand-Verkehre lassen sich effizient und datenbasiert anhand des tatsächlichen Mobilitätsbedarfs der Bevölkerung planen. Durch die Anbindung an den lokalen ÖPNV und dessen Preissystem werden neue Zielgruppen erschlossen und die Auslastungen erhöht. Bei der Umsetzung können ÖPNV und Taxi flexibel kooperieren, um mehr Mobilität bei weniger Verkehr sicherzustellen.
Autonome Busse in Bad Birnbach – oder warum im ländlichen Raum die Zukunft des ÖPNV liegt
Wer an die Zukunft der Mobilität denkt, der sieht vor seinem inneren Auge junge Menschen in futuristischen Robotaxis durch Wolkenkratzerschluchten rasen. In der Realität fahren die meisten autonomen Projekte nicht mit schnittigen Robotaxis in deutschen Metropolen. Stattdessen bewegen sich behäbig aussehende Kleinbusse, sog. People Mover, in kleineren Städten und im ländlichen Raum durch schmale Gassen und über Marktplätze. So zum Beispiel in Bad Birnbach. Der kleine Ort im niederbayerischen Bäderdreieck, der eigentlich für sein Thermalbad bekannt ist, lockt seit 2017 nicht nur Wellnessgäste an, sondern auch Fans und Expertinnen neuer Mobilität. Der Grund dafür ist ein kleines, kastenartiges Gefährt mit einer Spitzengeschwindigkeit von nur 15 km/h: es handelt sich um den ersten autonomen Linienbus Deutschlands!
It’s all about that database – mit der Mobilithek sind alle Mobilitätsdaten an einem Ort
Gute Nachrichten für alle Beteiligten im Kosmos Mobilität: Seit dem 1. Juli 2022 heißt es eine für alle: Eine Plattform zum Austausch aller relevanter Mobilitätsdaten. Möglich macht das die Mobilithek. Dieser neue zentrale, einheitliche und benutzerfreundliche Zugang des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) löst die bisherigen Plattformen „Mobilitäts Daten Marktplatz“ und „mCLOUD“ ab.
NACHGEFRAGT bei Hanna Kops
Hanna Kops ist Head of Experience bei Transport for London. Sie leitet das digitale Designteam, das für die Erlebnisstrategie, die Innovation und das Design über alle digitalen Kanäle für eines der größten Verkehrssysteme in den UK verantwortlich ist.
Mobilitätsdatenverordnung
Im vergangenen September gab es den Startschuss für die großflächige Nutzung von Mobilitätsdaten in der Verkehrsplanung. Der Bundesrat hat sich auf ein in Kraft treten der Deutschen Mobilitätsdatenverordnung geeinigt. Durch die neue Verordnung ist es möglich, deutschlandweite Mobilitätsdaten auf dem s.g. Mobilitäts Daten Marktplatz (MDM), zur Verfügung zu stellen und diese dort abzurufen. Für Unternehmen aus dem Mobilitätssektor bedeutet die neue Verordnung den Zugang zu Datensätzen, die weit über den einfachen Aushangfahrplan hinausgehen. Endkunden profitieren von neuen, datengetriebenen Mobilitätskonzepten, die passgenau auf die tatsächlichen Mobilitätsbedürfnisse zugeschnitten sind.
Mobilitätsdaten als Treibstoff für innovative Verkehrskonzepte
Der Wunsch nach flexiblen, nachhaltigen und vor allem zeitgemäßen Mobilitätslösungen ist heute so laut wie noch nie zu vor. Die Digitalisierung und damit einhergehend die Nutzung von Daten treibt die Weiterentwicklung genau dieser Mobilitätslösungen voran. Komplexe Analysemodelle ermöglichen es, Daten verschiedener Quellen miteinander zu verknüpfen, Datenmengen auszuwerten und Ergebnisse in Echtzeit zu erhalten. Mobilitäts- und Verkehrsdaten sind somit der Treibstoff für einen bedarfsgerechten, automatisierten und vor allem kundenzentrisch ausgerichteten ÖPNV. Doch inwiefern verändern digitale und datenbasierte Anwendungen den Sektor des öffentlichen Verkehrs?
NACHGEFRAGT bei Tyll Diebold
Tyll Diebold ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Verkehrsplanung und Logistik an der TU Hamburg. Er hat das Projekt ioki Hamburg von Anfang an wissenschaftlich mitbegleitet und vor Kurzem die Studie „On-Demand-Angebote als Bestandteil des ÖPNV“ veröffentlicht. Nach seinem Master of Science in „Logistik, Infrastruktur und Mobilität“ an der TU Hamburg im Jahr 2016, war er zunächst für ein Jahr in einem Ingenieurbüro tätig, ehe er zur Promotion an die TU Hamburg zurückkehrte.
Mobility as a Service: Volle Fahrt voraus in Richtung Verkehrswende
Ist von der Verkehrswende und der damit verbundenen Restrukturierung des ÖPNV die Rede, kommt man um die Begrifflichkeit „Mobility as a Service“, kurz MaaS, nicht herum. Doch was ist „MaaS“ eigentlich genau und wie kann der digitale Ansatz dabei helfen, die Verkehrswende weiter nachhaltig voranzutreiben?
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Die Art, wie Menschen arbeiten – und wie sie zur Arbeit kommen – verändert sich grundlegend. Was früher mit einem Dienstwagen erledigt war, ist heute ein strategisches Spielfeld für HR, Nachhaltigkeit und moderne Unternehmenskultur.












